Jahre ohne Bewegung

Lange Zeit ist es her, dass ich zuletzt hier etwas gepostet habe… idealer Weise gibt es sowieso nur wenig Publikumsverkehr auf dieser Seite… so ist es natürlich auch niemand aufgefallen :) Ich habe mich nun entschlossen die Hauptseite zu schließen und nur noch das wenige was es zu schreiben gibt hier zu tun…

Ich denke so spart man sich wenigstens das gesuche des B L O G ´s

CU Ralf

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Warum gerade ER mit Arme hoch im Club …

Der Abend in meinem LieblingsClub beginnt prima, ein kühler, traumhaft stark gemixter Cocktail-Spezial, schmiegt sich  an die Wand meines eiskalten Glas in der Hand. Ein bisschen chill´n quatschen in der Lounge-Ecke und die Zeit bis zum Tanz genießen. Der Herzschlag scheint sich langsam den  Rhythmus der Musik angepasst zu haben. Der Körper beginnt mitzuschwingen, das Glas wird leerer und das synchrone wippen der Köpfe in der Runde bedeutet nur eines: Der Tanz kann beginnen.

Rauf auf´s Parket und ab dafür… die Musik treibt, der Raum wird wärmer und die Vibes härter. Schöne Frauen schwingen im Takt der Musik um einen herum, alles wunderbar … gute Musik, Freunde, super Stimmung – perfekt!

Nach einiger Zeit des beatbestimmten mitschwingens der Körper verliert sich allmählich Raum und Zeit. Das geniale Gefühl wird abrupt unterbrochen. Irgendwas beißt in der Nase – was ist das?? Der Sound hat die Leute dazu bewogen die Arme in die Luft zu reißen (diese “Schuld” dafür würde ich dem DJ zuschreiben, der die Körperkontrolle der Masse übernommen hat) – nur gibt es in diesen Momenten einen Störfaktor, neben uns tanzt ein Partypeople der seinen Körperduft nicht so richtig unter Kontrolle hat. Der hitzige Sommer ist zwar vorbei und angenehm kühlere Temperaturen lassen den geruchsempfindlichen auf angenehmere Duft- / Luftverhältnisse in den Clubs hoffen, aber leider scheint es Personen zu geben, bei denen die Körperhygiene auch in den kühleren Monaten nicht auszureichen scheint. Komischer Weise sind dies immer genau die Leute, welche keine Hemmungen haben mit ihren verschwitzen Achselhöhlen, direkt vor dem tanzenden Volkes Nase ausgiebig zu wedeln. Es riecht unangenehm nach Schweiß – alter Schweiß!, ein Blick in die Gesichter der anderen geschändeten um uns herum zeigt mir “wir” riechen das selbe! Sofort hat der Duftbolzen mehr Platz in der bebenden Masse, keiner will ihn direkt neben sich haben … es scheint so als ob ihn der gewonnene Platz zu noch intensiveren Bewegungen animiert. Dadurch wird er sich natürlich mehr bewegen können – und um so mehr schwitzen und zu stinken. Logisch die Arme fliegen hoch erhoben durch den Freiraum, kein anderer hat mehr Platz für ausgiebige Armbewegungen – er schon und so bekommt jeder seine aggressive Briese ab. Eigentlich sollte man solche Leute total einkreisen und ihnen keine Bewegung mehr ermöglichen oder wenigstens die Arme nach unten an den Körper tapen. Das einengen wäre jedoch nicht so einfach, keiner will ja das Schweißkonzentrat an sich haben – man könnte ja dann genauso riechen. Es scheint keine andere Möglichkeit zu geben als an eine andere Stelle hin zu tanzen. Leider tanzen auch die anderen “gestraften” auch von ihm weg und so hat man den Dufteboy früher oder später wieder in seinem Umfeld, er – logisch – weiterhin die Arme oben, viel wedelnde Bewegung und die Masse zersetzen … Schade das es ihn hier gibt – oder schade das man ihm Weg zur Körperreinigung verwehrt … was auch immer ……….. bei mir heißt er jetzt für immer: “Dufte”…

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Wieder in Deutschland

Heute bin ich nach 14Stunden Flug wieder in der Heimat gelandet.

Ich konnte bisher noch nicht alle Eindrücke verarbeiten … und hoffe ich schaffe das überhaupt…

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Der Tag ist gelaufen

Heute war ein Tag den ich mal als gelaufen bezeichnen würde. Hauptsächlich war ich auf Präsenteschau … auch aus gegebenen Anlass ;-)

Ich bin einfach mal zum Hotel raus und konnte mich noch relativ gut orientieren. Die für mich gut erkennbaren Geschäfte an den Ecken gemerkt um 3Blocks herumgelaufen und siehe da – eine ähnliche Anordnung. Hier brauche ich erst garnicht versuchen mich an Straßennamen zu orientieren… egal Geschäft rein – schauen – nichts finden – wieder raus… und das immer wieder und wieder. Dann bin ich auch mal zu interessanten Gebäuden gekommen Foto raus – NICHTS – anscheinend ist das mit der hohen Luftfeuchte nichts für den kleinen Kasten. Demnach gibts von heute mal wieder keine Bilder :-/    Mich persönlich vor dem Hitzschlag konnte mich nur Starbucks retten – mit iced CoffeeLatte. Später hat mich dann mal der MC begrüsen dürfen – man ist das hier billig. Von 11-14Uhr kostet ja das Menü BIGMAC mit max Coke und max Pommes nur 79NT$ und im Normalpreis 115NT$ – das war quasie ein Europavorbereitungstag.

Einen weiteren Landeserfolg konnte ich gestern Abend schon verzeichenen: Das Erste mal was bestellen können – was ich auch lesen konnte. Gut ich musste zwar wieder mit dem Finger auf die Karte zeigen (weil man das englisch geschriebene – ausgesprochen nicht verstanden hat), aber wenigstens musste ich nicht fragen was das ist. Wir waren in einem Pasta laden … und endlich habe ich mal wieder seit Ewigkeiten einen LÖFFEL und eine GABEL in der Hand gehabt. Man konnte ich da schnell essen… und lecker wars obendrein auch noch.

und noch das Bild mit Carolina

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Back in Taipei

Wie ich ja schon berichtet habe, bin ich heute mit dem Zug nach Taipei gefahren. Die Strecke an sich ist nicht weit…. jedoch der Zug fuhr mit geschätzten 50-60km/h und so ist dann doch sehr zäh – ungefähr wie heißer Kaugummie an der Schuhsohle. Glück noch eins hatte ich den MP3Player dabei und so haben mich Freundeskreis und die guten alten 60erSongs sicher bis zum Ende des Akkus zum durchhalten ermutigt. Leider hält der Akku keine 6Stunden – so lange ging die Fahrt. Zumindest schneller als mit dem Auto laut Google (klickbar)…

Auf jeden Fall hatte ich viel Zei mir alles nochmal genau anzuschauen. Im gesamten war es eine gute Fahrt. In Taipei eingetroffen hat mich Carolina zum Hotel gebracht. Eigentlich wollte ich in das letzte (bereits bekannte) Hotel. Leider sind diese Woche alle Hotels sogut wie weg… Deshalb hat sie bei acht Hotels anrufen dürfen bzw. müssen. So bin ich jetzt in einem Hotel gelandet welches sich einen bei der AUSSPRACHE unvorteilhaft anhört: ONESTAR – geschrieben wird es aber WonStar-Hotel. Das Hotel hat gestern erst aufgemacht – also neuer geht es nicht… und so komme ich in den Eröffnungsvorteilgenuss… so zahle ich für die nächsten drei Tage 4500NT$ und für 4Sterne ist das ganz  genial…

Internet habe ich auch – obwohl ich nicht weiss ob das auch für mich gedacht ist… man wird sehen

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Zurück in den Norden

Ich habe gerade bezahlt und werde um 10Uhr zum Bahnhof gebracht. Ich hoffe das der Zug noch frei ist und das er wirklich um 10:40Uhr fährt. Das ist hier alles nicht so sicher…

Die Zimmerrechnung habe ich bezahlt und es war weniger als ich dachte. Ich bin auf 1600NT$ gekommen, der Hotel-Vater meinte das es etwas teurer ist weil er mich zur Fähre gefahren hat… komisch 800(Zimmer)mal2Tage+Fährenfahrt = weniger als normal…. 1500NT$ wollte er. Naja da sage ich nicht nein.

Mal schauen ob mein neues Hotel Internet hat… oder nicht.

LG Ralf

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Green Island

6Uhr irgendwas nervt mich tierisch … und das ist auch gut so – es ist der Wecker. Ich stehe auf da mich der Hotel-Papa um 6:40Uhr zum Hafen fahren will. Am Abend vorher hat er schon Tickets für mich reserviert. Wir fahren glücklicher Weise mit dem Auto. Es regnet und die Fenster vom alten Toyota schließen auch nicht mehr so gut. Im Hafen angekommen geht er mit mir an den Ticketpoint. Touris, welche nicht dem Asia-Raum entstammen, haben es echt schwer hier schon nur den richtigen Schalter zu finden. Ich lasse mir die Angaben übersetzen und trage mich in die Personenliste ein.

Beim besteigen des Turbinenschiffs hat die Crew probleme die Wegbrücke zu halten so schwankt das Boot auf und ab. Es scheint also eine stürmische Fahrt zu werden. Ich nehme mir einen Platz am Fenster, im Gegensatz zu den meisten Taiwanern, die nehmen sich lieber einen Platz in der Mitte. Mein Blick fällt auf die schön verteilten Tüten hinter jedem Sitz und gleichzeitig hoffe ich das ich meine nicht brauchen werde. Die Fahrt geht los und das Gefährt macht ganz schön los. Die Wellen preschen ans Boot so das die Gischt weit übers Boot hinausschießt. Wir hüpfen über große Wogen in die nächsten hinein und ich merke nichts davon das mich mein Magen nicht mehr leiden kann. Nebenan raschelt es – es ist die Kotztüte, anscheinend ein “Weichei”. Nach und nach kotzen mehr und mehr Leute vorsich in die Tüte. Ich komme mir unheimlich seetauglich vor – womit ich nicht vorher gerechnet hatte. Mir wird ja normal schon nach zwei Runden auf dem Bürostuhl drehen schwindelig. Aus  lauter langer Weile – weil ich mit niemand reden kann und aus Überheblichkeit beschließe ich mir den Orden des Käpten Iglo mental an mein Shirt. Länger als gedacht dauert die überfahrt – 60Minuten. 60Minuten Zeit kotzende Asiaten zu sehen. Lustiger Weis ist von denen hier die Kotze in einem schwarzen Saft – liegt wohl am Tee oder Kaffe – wenn ich kotze sieht das meistens mehr nach der Coctailkarte vom Vorabend aus.

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Auf der Grünen Insel angekommen (sonnig) suche ich verzweifelt nach dem Busshuttle. Keinen gefunden und mit Scooter wollte ich auch nicht fahren. Also habe ich mich auf meine Füße gestellt und bin losgelaufen. Entlang der Küste bis zum Leuchtturm vorbei am Flugplatz der mit Gartenzaun (Holz) gesichert war. Dann weiter zum Meer und immer wieder zu Aussichtspunkten. Dann durch kleine Ortschaften in denen jedes Haus einen Tempel im Eingang hatte. Dann ließ der Wind nach und es wurde sehr heiß ich schwitzte wie ein Tier und bekam Zweifel an meiner zu Fuß Tour, aber ändern ließ sich das nicht mehr wirklich. Auf einer langen Straße hielten dann immer wieder Leute an ob ich wirklich laufen will oder ob mein Scooter kaputt ist, ob ich Wasser habe… alle besorgt um mich .-)

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Über die alten Gefängnisse bin ich dann zu einem weitern Gefängnis aufgestiegen um dann auf einem “hoch-Plateau” weiterzugehen – geniale Aussicht und wieder Wind. Später musste ich dann wieder vom Berg runter um zurück zur Fähre zu kommen. Leider hatte ich so viel geschwitzt das mein 50+Sonnenschutz total weg war. So sehe ich auch jetzt auch aus knalle rot und nicht gerade schön. Die Fahrt ging dann bei ruhigerer See dann wieder zurück ans Festland. Kurz vor dem Festland ließ es sich eine Frau ihr Recht auf die Kotztüte nicht nehmen… würg platsch. Fertig – ich war wieder da und mein Hotel-Vater stand auch schon wieder mit dem Auto bereit. Nach einer kleinen Pause bin ich dann mit Vater und Sohn in die Stadt zum essen und schauen gefahren… jetzt erhole ich mich erstmal von den Blessuren der Sonne.

Um auch die Orientierung noch zu veranschaulichen

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Morgen werde ich mal schauen ob ich nicht wieder Richtung Norden fahren werde, denn mehr gibt es hier gerade nich zu sehen … und die Strecke weiter in den Süden bzw. Westen hat noch Schäden vom Taifun. Also mal schauen… die Einheimischen haben mir abgeraten in dieses Taifungebiet zu begeben.

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Ich fahre weiter in den Süden

Am Bahnhof angekommen musste ich 2Stunden warten bis mein Zug gekommen ist. Ich muss sagen langsam bin ich Profi im tragen von meinem Gepäck geworden. Am Bahnsteig habe ich mich erstmal durch alle chinesischen Zeichen verwirren lassen… und war etwas konfus. Glücklicher Weise habe ich jemand gefunden den ich fragen konnte, aber alles was er mir sagen konnte wusste ich bereits. Für mehr hatte sein Englisch nicht gereicht. Auch das ohne WörteWörterBuch hat da nicht helfen können. Denn wie frage ich denn nach dem richtigen Wagon? Vorallem wenn der hier in der Übersetzung CAR heißt … und er mit CAR logisch – AUTO versteht. Der effekt war das ich dann irgendwann Minniaufkleber gefunden habe auf denen soetwas wie Nummern lesen konnte. Ich hatte CAR-Nummer 2. In diese Richtung postierte ich mich auch. Nur gut das ich zu faul war noch weiter zu gehen – denn da wo 2 angeschrieben war – war garkein Wagen. Glücklich habe ich mich dann in mein Sitz fallen lassen und war gespannt was mich dann in Taitung erwartet…

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In Richtung Süden änderte sich dann die Landschaft nicht wirklich, aber die Landwirtschaft – hier gibt es mehr Reisfelder und auch mehr Palmen mit irgendwas dran…

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In Taitung angekommen sollte ich eine Nummer anrufen vom Hotel – damit mich einer abholt. Den brauchte ich garnicht anrufen denn er wartete schon vor dem Bahnhof auf mich – und er hat mich gleich in der Masse gefunden:  “einfach den größten – den weißen – den mit dem großen Gepäck” - so wurde ich angekündigt. Um so verwunderlicher fand ich es als er meine Sachen und mich auf den Scooter (Roller) laden wollte. Er meinte das geht schon… aber nachdem ich im Hotel mein Gepäck gewogen hatte, wußte ich das es 33kg sind und die incl. dem Typ und mir …NOGO! Ich bestand auf ein Taxi. Diesmal half er mir schon nicht mehr mit meinem Gepäck nachdem er sich schon beim ersten anfassen etwas sehr schwer getan hatte. Der Taxifahrer wollte mir den Koffer dann in sein Auto laden – er scheiterte jedoch an der, für ihn,  zu hohen Ladekante. Ich half den Taxifahrer beim beladen und nahm Platz. Relativ schnell waren wir dann im Hotel – ich wollte bezahlen, durfte aber nicht denn der Rollertyp übernahm die Rechnung. Ich durfte mir ein Zimmer heraussuchen. Ich habe das im JAPAN-STYLE genommen. Weil mich das mehr interessierte, denn alles andere hatte ich ja irgendwie schon. Was ich vergessen hatte: japaner haben ja diese Schiebewände mit lichtdurchlässigem Papier und die Stühle direkt am Boden ohne Beine halt. Nun gut nun habe ich dieses Zimmer und hier bleibe ich auch. Kurz darauf stellte sich der Hoteljunge nochmal vor – aber den Namen konnte ich mir nicht merken. Das Hotel habe ich genommen, weil in Studentenkreisen dieses Hotel empfohlen wird, denn man kann hier englisch. Das man hier englisch kann ist wohl etwas viel versprochen, aber es ist besser als nichts. Zwar vergesse ich manchmal den Anfang vom Satz (vom andernen), weil es so lange dauert bis er den Rest vom Satz zusammenüberlegt hat… aber egal. Ich bin nach meiner Zimmerrequirierung wieder nach untern gegangen. Hier sollte man sich keine Hotellobby vorstellen – ehern einen Basar oder ein Sammlung von allem – dazwischen 3Hunde der Familie. So riecht es auch irgendwie immer nach nassem Hund – kein wunder bei der Luffeuchtigkeit. In meinem JapanZimmer ist alles okay und von den Hunden ist nichts zu merken.

Okay also ich bin unten… ich werde gefragt ob ich schon etwas gegessen habe – ich verneine. Mir wird gleich ein Scooter zum leihen angeboten. Nachdem ich hier aber kein Scooter fahren will, beschließt der Vater vom Hotel das sein Sohn (der mich schon vom Bahnhof abgeholt hat) mit mir in die Stadt fahren muss. Er sieht nicht wirklich dazu bereit aus … zumal er sich gerade online getroffen hat um WOW zu zocken. Der Vater behält die Oberhand und eine leckere Avocado später sitze ich auf dem Scooter hinter dem Jungen mit dem komplizierten Namen. Ich bekomme einen “Helm” in die Hand gedrückt und ich frage mich wofür der gut sein soll!?! – Der Helm ist aus 2mm dünnen schwarzem Plasik gezogen, keine Polsterung und der Kinnriemen ohne sichtbare Funktion. Die Funktion von dem Kinnbendel erschließt sich mir später bei Tempo 60 – er ist nur dafür da – dass der Fahrtwind mir den Suppenteller nicht vom Kopf weht. Die Sorge um den Schutz meines Kopfes vergesse ich erst als mir auffällt das ich in meinen kurzen Sachen eh nichts mehr zu lachen habe. Gebüsche zischeln an meinem Bein entlang … autsch. Naja der Typ hat auch kurze Sachen an … evtl. merkt er auch nichts mehr. Mit viel Genuss nimmt er jeden Kanaldeckel und jede Bodenwelle mit – anscheinend mag er das tiefe einfedern des Scooters. Mir bzw. meinem Arsch gefällt es nicht so. Hin und wieder ruft er mir etwas zu – meist auf englisch – glaube ich!?!?!…. verstanden habe ich kaum was.  Das ich nichts mit Seafood vertrage hat er glücklicher Weise gleich noch auf dem Scooter verstanden. Dies macht es aber hier noch schwieriger etwas zu essen zu finden, denn selbst die Suppen für Nudeln werden hier mit Fisch, Muscheln & Co. angekocht. Endlich haben wir eine Straßenküche gefunden hier geht es hinein und es gibt mal wieder Nudeln. Diese haben zwar auch wieder dieses eine, intensive Gewürz insich, welches ich garnicht mehr leiden kann – ich schlucke runter und versuche mich von dem Geschmack abzulenken. Er erzählt mir irgedwas von einem Dessert – den Rest hätte ich nur noch mit Hilfe der Glaskugel erahnen können. Nach dem essen sind wir dann weiter gefahren. Zum Dessert, welches sich als Eis herausstellte,  mit den bekannten 100Tage in Aschesuppe fermentierten Eiern (von denen ich nicht wusste das es die auch im Dessert geben kann). Es ist sehr komisch im Eis Stücke von Ei zu haben die gelb und braun sind. Dazu waren im Eis auch noch irgendwelche Samen von irgendwas. Es war kalt und ein komischer Klumpen in meinem Mund, achja und sehr süß.

Nach dem Dessert fragte er mich was ich noch sehen wolle. Wir fuhren dann mit unseren Plastikdeckeln auf dem Kopf durch die Stadt. Es ist nicht das kontrollierte fahren wie wir es kennen es geht hier auchmal auf der Gegenseite weiter oder mit einem Schlenker durch die Autos. Passieren tut hier aber anscheiend nicht wirklich viel – zumindest stehen hier keine Kreuze am Straßenrand. Wir fuhren weiter – etwas raus aus der Stadt über ein Brücke unter der sich gerade kein Wasser (nur zur TaiphunZeit) befindet. Der Wind blässt sehr viel Sand in die Luft. Es sticht im Gesicht und ich bereue für einen Moment das ich meine Brille im Hotel gelassen habe. Als der wind noch mehr auffrischt und die feinen Steine mein Gesicht maltretieren bin ich ganz froh das die Brille nicht dabei ist … die hätte evtl. danch eine neue Sehstärke eingeschliffen bekommen. An dem Fuße der Berges angekommen gibt es schriftliche Erklärung über die Besonderheit. Es ist eine natürliche Erosion, welche es nur an zwei Stellen der Insel gibt. Danach sagt er mir das er mir eine “view” zeigen will. Die Fahrt geht zur Gegenseite, er nimmt wieder jede Bodenwelle und jeden Hügel mit ZACK… der hat gesessen … der Roller setzt auf und es flogen ein paar Funken. Das Auto neben uns hupte voll panisch und mein “Fahrer” lies danach die Hügel etwas aus. Der Weg zog sich auf einen sehr hohen Berg hinauf. Der Weg führte durch Plantagen und füllte sich mit immer mehr mit einem blumigen Duft. Steil wurde es, auch so steil das ich absteigen musste und ein paat Meter laufen durfte. Oben angekommen mussten wir noch einige hundert Stufen laufen um an die Spitze des Berges zu geraten. Hier gab es eine geniale Aussicht auf die ganze Stadt und wir konnten etwas reden. Er erzählte von einigen “Vorgängern” von mir und ich hörte zu — denn es wurde erst kompliziert wenn ich nachfragte, den Fehler machte ich nur ein paar mal … danach war ich schlauer.

Die Heimfahrt ins Hotel war dann sehr angenehm. Ich hatte mich an den Scooter, den Plastikdeckel auf meinem Kopf und an meine “Angst” gewöhnt.

Morgen früh werde ich dann vom HotelVater zur Fähre gefahren (mit dem Auto – glaube ich) dann mit der Fähre nach Green Island.

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Reise weiter im Raum Hualien bis zum nächsten Hotel in Rueisuei

Es ging wieder mit dem Taxi weiter. Aus dem Hotel mit Sack und Pack ins Taxi und diesmal ein anderes Frühstück. Chinesisch gedämpfter Teigkneul mit Mais und Ei in der Mitte, wieder mit viel Scharf! Na glücklicher Weise hat mein “Trainingslager in Deutschland” geholfen – Carolina sah da etwas unglücklich aus mit der Schärfe – obwohl sie es ja gewohnt ist. Ich hatte die freie Auswahl ob ich die Strecke am Meer entlang oder lieber durch die Berge nehmen möchte. Klar war das ich die Berge nehme, denn bisher habe ich noch nichts tolles an der Küste hier finden können – außer dem einen Sonnenuntergang im Norden . Wir sind an einer Skulpturenstraße entlang gefahren. Hin und wieder mal angehalten. Leider war es so viel das ich nicht alles schreiben kann. Später ging es dann wieder ganz tief in die Berge und wir haben ein japanischen Tempel gesehen und viele japanische Siedlungen. Dann Eine Lotusblütenfarm – incl. Fischzucht. Hier konnten wir gechill´d Lotusblütentee trinken und Fische füttern – Seele baumeln lassen und die Gegend genießen.

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Danach ging es weiter in eine alte Siedlung von japanischen Waldarbeitern, was auch sehr interessant war. Die Siedlung wird heute mehr als Touriatraktion genutzt – jedoch sind noch einige Häuser von den alten Einwohnern bewohnt. Tolle Schnitzwerkzeuge und interessant mit was für irre alten Werkzeugen die hier noch vor ein paar Jahrzehnten hier gearbeitet haben. Auch toll für mich war es wieder einen richtigen Espresso zu bekommen .-)

Am Abend sind wir dann vom Taxi direkt ins neue Hotel gebracht worden – Rueisuei (schnell gesprochen – dann klingt es so wie die einheimischen aussprechen) hat HOT-SPRINGS, also heiße Quellen welche damals anscheinend durch die Japaner hier erst so richtig genutzt wurden. Dummerweise war dieser Abend anscheinend auch zu viel für meine Camera, so bleiben mir nur die Erinnerungen an ein etwas heruntergekommendes Hotel mit einer eigenen heißen Quelle im Zimmer. Eine schöne Eckbadewanne mit direktem Anschluss an diese sehr eisenhaltige Quelle, irgendwas um die 50°C heiß – so kommt die Suppe aus der Wand (wenn die Wanne voll ist sieht das Wasser sehr grün aus) Man kann es laut plan mischen mit “abgekühltem” Wasser aus der anderen Leitung. Aber wie kühlt man mit 38°C warmen Wasser bitte eine Suppe die über 50°C heiß ist? Naja nach dem relaxen bin ich dann wieder raus und sah aus wie ein gekochter Krebs. Ich habe mir den den Wolf abgeschwitzt, es dauert dann doch sehr lange bei den Außentemperaturen und überhitztem Körper wieder auf Betriebstemperatur zu kommen!

Später sind wir dann in unserer Staße etwas essen gegangen – bei uns würde man das Garage mit essen nennen… hier scheint es normal zu sein – geschmacklich kann ich nichts dagegen sagen nur das dass Grünzeug mit dem Gartenschlauch abgespritzt wird … naja.

Gut ausgeschlafen klopfte es nach 9Uhr an unserer Tür und wir haben das Frühstück ins Zimmer bekommen. Um elf klingelte dann das Telefon und wir wurden gefragt ob wir mit zum Bahnhof fahren mögen. Einer vom Personal hatte irgendwie was in der Stadt zu tun… normalerweise hätten wir ein Taxi gebraucht – so eben nicht :-)

Das Hotel hat insgesamt zu zweit mit Frühstück 1350NT$ gekostet.

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Reise in Hualien und Taroko Nationalpark

Gefrühstückt wurde im Taxi… und zwar irgendwo angehalten und durch Dampf im Teigmantel gegartes Schweinehack mit Chillipaste und irgendwas braunem dazu. Da braucht man schon nen guten Magen – Hammer. Diese Reise ging hauptsächlich in den Nationalpark – zu sehen gab es viele Schluchten, Berge, Wälder, Tempel, Brücken und auch viele eingestürzte Brücken oder auch Wege. Vor 3Monaten wurde erst ein Kind von einem herabfallenden Stein erschlagen. Teilweise gab es also für uns Helmpflicht. Sieht nicht schön aus … auch ist es nicht angenehm in einen verschwitzen Helm eingeklemmt zu werden. Vorallem ist die Helmpflicht fraglich, wenn man manchmal Abbbruckstücken mit bis zu  14Tonnen sieht … ob da jetzt der Helm was gebracht hätte?! Egal Ralf der Baumeister:

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Sehr beeindruckend ist wirklich die größe – leider kommt das bei Bildern nie so ganz rüber.

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Schön waren auch die Hängebrücken für Fußgänger und die Taiwaner darauf, besonders wenn ein schöner Mitteleuropäer mit viel Schwungmasse diese betreten hat.  Also ich hatte meistens die Brücken für mich alleine … so viel Vertrauen haben die hier in ihrer eigene Kunst wohl nicht :-/.

Zum Ende des Tages waren wir dann nochmal am Strand mit viel Steinen schönen Wellen und badeverbot ist hier halt nichts mit baden.

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